8. Dezember
Enno erzählt von Weihnachten in Mali

Enno und Gottfried sind auf der Eisbahn beim Schlittschuhlaufen.

„Das ist aber heute kalt!“ Gottfried schüttelt sich. „Da brauch ich einen ganz dicken Schal.“

Enno zittert ebenfalls vor Kälte. „Bei uns in Mali ist es an Weihnachten noch ganz warm“, erzählt er seinem Freund. „So wie hier im Sommer.“

„Singt ihr dann überhaupt Weihnachtslieder?“, will Gottfried wissen.

„Na klar! Dazu spielen wir auf einem Balafon und trommeln.“

„Was, einem Luftballon?“

„Nein, ein Balafon! Das ist wie ein großes Xylofon!“

Enno erklärt seinem Freund, dass ein Xylofon ein Instrument mit vielen Metallplättchen ist, auf die man mit zwei Klöppeln schlägt.

„Aber wie könnt ihr ‚Leise rieselt der Schnee‘ singen, wenn es gar keinen Schnee gibt?“, wundert sich Gottfried. „Oder singt ihr ‚Leise rieselt der Sand‘? Hohoho!“

 „Quatsch!“ Enno schüttelt ärgerlich den Kopf. „Wir gehen alle in die Kirche, dann gibt es ein Krippenspiel, und dann sehen wir einen Film, in dem es ganz viel schneit!“

Gottfried muss zugeben, dass es einen solchen Film mittlerweile auch in Deutschland bräuchte, da es nur noch ganz selten an Weihnachten schneit. Er wechselt zu seinem Lieblingsthema. „Und, was gibt es zu essen?“

„Eine Ziege. Wenn ganz viele Leute da sind, manchmal auch eine Kuh.“

„Hohoho! Ich mache mir Regenwurm a la Napoleon!“

Natürlich will Enno wissen, wie das geht, aber Gottfried will ihm das Rezept vor Weihnachten nicht verraten.

„Sonst ist es keine Überraschung!“ Gottfried grinst. „Da wir gerade über Überraschungen reden: Was krieg‘ ich von dir zu Weihachten?“

Enno grinst ebenfalls. „Das siehst du dann schon! Ich verrate nur so viel: In Mali gibt es einen Stoff an Weihnachten, aus dem wir Kleider nähen. Die schenken wir uns dann!“

Gottfried schmunzelt. Er kann sich schon denken, was Enno ihm zu Weihnachten schenken wird. Ihr euch auch?