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Ukraine - was ist die Lösung?


Frau mit einer Ukraine Flagge am Strand

Der französische Präsident Macron will, mit welchen taktischen Absichten auch immer, NATO-Bodentruppen nicht mehr ausschließen. Jetzt haben diejenigen, die den Konflikt mit noch viel mehr Waffen lösen wollen, wieder Hochkonjunktur. Aber auch die andere Seite, die sich für eine Verhandlungslösung einsetzt, stagniert mit den immer gleichen, bisher vergeblichen Forderungen.


Gibt es also noch einen dritten Weg? Möglicherweise ja.


Das Wertvollste, was die Ukraine besitzt, ist nicht ihr Land, es sind die Menschen. Um möglichst viele dieser Menschen vor Tod und schwerer Verletzung zu bewahren, sollte man die Front auf eine möglichst leicht zu verteidigende Linie zurücknehmen und Russland mitteilen, dass man diese Linie mit allen Mitteln verteidigen wird, dass aber auf Grundlage dieser Linie der Krieg beendet sei. Man würde also nicht weiter angreifen, allerdings auch keinen Millimeter weiter zurückweichen. Eine solche Linie, mit militärischem Sachverstand festgelegt, sollte mit westlicher Unterstützung zu halten sein. Man würde den Konflikt einfrieren, allerdings ohne die Gebietsansprüche auf die von Russland besetzten Gebiete aufzugeben.


Sicher könnte und würde Russland weiter aufrüsten, aber die Ukraine könnte das mit westlicher Hilfe genauso tun. Es würde so, ähnlich wie in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, ein West- und ein Ostteil der Ukraine entstehen. Mit entsprechender Hilfe könnte der Westteil eine ähnliche Erfolgsgeschichte werden wie die BRD nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Ostteil würde zunächst Russland einverleibt, aber möglicherweise könnte man in einigen Jahrzehnten, mit einem vernünftigeren Regime als dem Putins, verhandeln. Die Wiedervereinigung Deutschlands hat auch 44 Jahre gedauert!


Dieser Plan hätte den großen Vorteil, dass man nicht mit Putin verhandeln müsste, dem viele aus nachvollziehbaren Gründen ohnehin nicht mehr über den Weg trauen. 

Ob Russland an dieser Linie innehalten oder weiterkämpfen würde, müsste man abwarten. Klug verteidigt würde sich die russische Armee meiner Ansicht nach dort festbeißen.

Ob man die Westukraine dann irgendwann in die NATO und EU aufnehmen würde, müsste man von der demokratischen Entwicklung dort abhängig machen. Man darf aber zuversichtlich annehmen, dass diese Entwicklung in Friedenszeiten positiv verlaufen würde. 


Es wäre auf jeden Fall für einen Großteil der Bevölkerung einsichtiger, viele Milliarden in den Aufbau einer Westukraine zu investieren, anstatt sie für immer mehr Waffen zu verpulvern. Mit dieser Strategie hat man bisher nur erreicht, dass Russland immer weiter vorrückt.


Und von NATO-Bodentruppen in der Ukraine bis zu einem atomar geführten Dritten Weltkrieg wäre es nur noch ein ganz kleiner Schritt.

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