Rezensionen zu

"Die Macht des Geldes "

Volker Lilienthal, Evangelischer Pressedienst:

„Fromms Roman hat es in sich. Auf spannende und thematisch tiefgehende Weise schildert er den Aufstieg und Nie  dergang eines charismatischen, aber auch widersprüchlichen Topbankers, der auf dem Höhepunkt der Macht seine soziale Ader entdeckt. […] Die Story, die auf 543 Seiten den Zeitraum von 1966 bis 1989 erzählt, erinnert an das Schicksal von Alfred Herrhausen (1930 - 1989). Der frühere Vorstandssprecher der Deutschen Bank hatte einen globalen Schuldenerlass für die dritte Welt vorgeschlagen und wurde ermordet – mutmaßlich von der RAF. Doch Fromms Roman entfernt sich weit vom realen Vorbild, erzählt noch ganz andere komplexe Geschichten (u.a. aus Finanzwelt und Eheleben), lässt seine Fantasie weit ausgreifen, auch weit in dunkle deutsche Geschichte zurück. Politisch brisant bleibt das Buch bis zur letzten Seite. […]“  In: epd medien vom 02.09.2006, S. 3f.
 


Andreas Schneider, Das Wortreich:

„ […] Auf 543 Seiten lässt Christoph Fromm seine Protagonisten an den wichtigen und großen Rädern der politischen und wirtschaftlichen Weltereignisse drehen, in die die deutsche Geschichte eingebettet ist. Mit legalen Mitteln und weniger legalen […].  Mit der Präzision des erfahrenen Drehbuchautors, der selbst scheinbar unwichtige emotionale Winkelzüge seiner Charaktere unter die Lupe nimmt und dabei nicht eine Zeile zu viel vorlegt. Hätte ich jemals gleichartige Machwerke aus dem amerikanischen Raum gelesen, könnte ich Vergleiche ziehen. Habe ich aber, um ehrlich zu sein, noch nie gemacht. Ob aus Opportunismus oder einfach, weil mir Titel von Bestsellerlisten suspekt sind, ich weiß es nicht so genau. Christoph Fromms Roman wünsche ich einen guten Platz auf den Bestsellerlisten. Ohne Vorbehalt.“ In: Das Wortreich vom 12.07.2007.
 


Anja Tröster, Stuttgarter Zeitung:

„Die Macht des Geldes schildert Aufstieg und Tod des manisch-depressiven, skrupellosen und bisexuellen Bankers Thomas Steinfeld vor dem Hintergrund der deutschen Wiedervereinigung. Auf dem Höhepunkt seiner Macht entdeckt er seinen Sinn für Gerechtigkeit, schlägt den Schuldenerlass für Drittweltstaaten vor und wird später unter ungeklärten Umständen in die Luft gesprengt. Es gibt also einige nicht zu übersehende Parallelen zum ermordeten Deutsche-Bank-Manager Alfred Herrhausen.  Es ist nahe liegend, dass es dem öffentlich-rechtlichen Sender zu brisant gewesen sein könnte, eine erfundene Geschichte so nah am Leben eines prominenten deutschen Wirtschaftsbosses zu erzählen. […] Es war allein die eigene Hartnäckigkeit, die Christoph Fromm rettete. Er schrieb einfach immer weiter und verbot sich jeden Zweifel. Allmählich entfaltete die Arbeit ihren eigenen Sog. "Die Prosa hatte für mich den großen Reiz, tiefer in das Innenleben der Personen eintauchen zu können", sagt Fromm. Er konnte sich von den öffentlich-rechtlichen Vorgaben und juristischen Verbeugungen befreien. Es gab keine Anwälte mehr, die wegen möglicher Ähnlichkeiten mit lebenden Personen die kreative Freiheit  einschränkten. Eine Schlüsselfigur, der alte Helms, durfte für ihn endlich so sein, wie er ihn empfand: als ein unergründlich dreinblickender Jean Gabin, der in einem weltumspannenden Politthriller à la John le Carré die Fäden zieht. […]“ In: Stuttgarter Zeitung vom 28.12.2006
 

 
Sylke Enders, Regisseurin:

„Eine Glanzleistung- dieses scharfsinnige, humorvolle und sprachlich lebendige Buch, (im Grunde auch eine wunderbare Liebesgeschichte) das nichts vorführt, sondern miterleben lässt.“
 


Volker Foertsch, ehemaliger Erster Direktor beim BND:

„Ein packender Roman über die Macht einer deutschen Großbank und ihren Einfluss auf die Politik. Christoph Fromm hat seine Figuren scharf gezeichnet. Sie stehen unter gewaltiger Spannung, besessen von maßlosen Leidenschaften, getrieben vom Drang, die Welt zu gestalten. Ein dichtes, kraftvolles Werk.“

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