Lesungen von "Gottfried, der Turborabe - Ennos allerbester Freund"

„Der Gottfried ist cool!“ ruft mir ein neunjähriges Mädchen bei unserer ersten Lesung in Gamshurst zu. Gamshurst ist ein kleiner Ort in der Nähe von Achern. 9 Uhr morgens, die kleine Turnhalle ist mit ca 50 Kindern gefüllt. Premiere für unser zweites Buch über Gottfried den Turboraben, Ennos allerbesten Freund. Lesungen in Großweier, Sasbachried, Mösbach und Wagshurst werden folgen. Und überall sind die Mädchen und Jungen begeistert von Gottfried, dem Turboraben mit der Idealfigur. Dafür gibt es Gründe:

 

 

 

Sasbachried

 

Gottfried hat einen Turbodüsenmotor mit 320 RS (Rabenstärken).

Seine Lieblingsspeise sind Regenwürmer mit Schlagsahne. Iiiih!!

Gottfried schätzt eine ausgiebige Siesta.

Gottfried liebt es, wenn ihm Flamingodamen die extrabreiten, roten Füße kitzeln. Dazu am besten noch ein Regenwurmcocktail.

 

Aber: Gottfried hilft auch, wenn er gebraucht wird. Deswegen ist er der allerbeste Freund von Enno, dem aus Afrika geflüchteten Jungen.

 

Gamshurst

Es ist jedes Mal wieder ein Geschenk, dieses Buch Kindern vorlesen zu dürfen. Wie sie gespannt verfolgen, wenn Enno und Gottfried hungrig einen Supermarkt betreten und sich die Frage stellt: Darf man stehlen, wenn man vor Hunger eine Delle im Bauch hat? Natürlich beantwortet jeder der beiden Protagonisten die Frage auf seine Weise, über die die Kinder hinterher ausgiebig diskutieren.

Die Kinder lieben Gottfried, weil er verbotene Dinge tut. Und es ist gut, dass er den korrekten Enno an seiner Seite hat, damit er nicht zu sehr über die Stränge schlägt. Deshalb verliert der Kaufhausdetektiv nur seine Fußballerfrisur, was die Kinder erneut zum Lachen und Jubeln bringt. Vor allem, da sie während der Lesung die Bilder von Finja Skadi Vollbrecht mitverfolgen können, die über einen Beamer an die Wand geworfen werden.

In Deutschland angekommen, holt Enno die Realität einer Flucht übers Mittelmeer ein. Er muss einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Ich gebe zu: Ich hatte vor dem Lesen dieser Stelle etwas Angst. Wie werden die Kinder das aufnehmen? Im Nachhinein kann ich nur sagen: Ganz toll! Man kann eine Stecknadel fallen hören, wenn ich die Stelle lese. Und es zeigt wieder einmal, wie sehr wir Kinder unterschätzen.

Am Schluss gibt es noch ein Geburtstagsfest, auf dem sich Gottfried als rappender Rabe präsentiert. Natürlich dürfen alle Kinder mitrappen! Was sie immer begeistert tun.

 

Wagshurst

 

Anschließend werden dem Autor viele interessante Fragen gestellt: Wie er den Gottfried erfunden hat, wie er auf die Geschichte kam, ob es noch weitere Bücher mit Gottfried gibt. Gekrönt wird der Frageteil von einer kleinen Badenerin, die ihre Herkunft nicht verleugnen kann: „Schreibsch du au Bücher nur für Mädle?“

Nein, nicht nur, aber der Gottfried ist natürlich auch ein Lesevergnügen für Mädchen! Die dürfen sich ganz besonders auf das dritte Buch freuen, in dem Ennos kleine Schwester Kira eine größere Rolle spielt.

Von Helena gemalt

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