Trinkwasser ist eines unserer wertvollsten Bausteine für gesundes Leben. Aber schon heute stirbt ca. alle 15. Sekunden ein Mensch aufgrund von verunreinigtem Trinkwasser oder Dürre. Um darauf aufmerksam zu machen, fand am 20. Juni 2015, um jeweils 16.00 Uhr, an 60 Orten, eine weltweite Tanzperformance umweltbewusster Tänzer und Choreographen statt.

Tanzschüler der Ballettschule Lizius stellten sich dem Thema Wasserressourcen und Umweltverschmutzung. Mit Texten und einer Liveperformance führen sie dem Zuschauer vor Augen, wie sensibel und zerbrechlich das seit Jahrtausenden existierende Ökosystem des Regenwaldes ist, das nur 7 % der eisfreien Erdoberfläche bedeckt, aber Heimat für 90 % aller Tier und Pflanzenarten weltweit ist. Sie zeigen mögliche Wege aus der Misere auf, damit der Regenwald auch in Zukunft seinen Regen selbst machen kann und alle vor Dürre, Wassermangel und Hungersnot beschützt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der ersten Geschichte, die die Schüler in Tanz umsetzten ging es um die Frage: Was ist der Regenwald eigentlich? Und warum spielt er eine so große Rolle? Was passiert, wenn er verschwunden ist? Die Folgen wären so gravierend für die Weltgemeinschaft, dass der Schutz aller Wälder im Vordergrund stehen muss. Denn zu den bedeutendsten Fähigkeiten des Waldes gehört es, neben der Wolkenbildung, Wasser zu speichern und zu reinigen. Bei 1% Süßwasservorkommen weltweit ist das für die Weltgemeinschaft existenziell wichtig.

Von daher beginnt die Geschichte im Regenwald mit dem Holzfällertanz, der auf dieses Problem aufmerksam machen soll. Die Neonstäbe symbolisieren dabei die Äxte der Holzfäller, die die Bäume (symbolisch/grüne Tanzkleider) fällen und damit jegliches Leben auslöschen. 

In der zweiten Geschichte verarbeiteten die Schüler das Thema Wassernot, Dürre und Ausrottung der Artenvielfalt durch die Industrie. (Holz für die Papierindustrie, Sojaanbau für die Fleischindustrie, Palmöl für die Kosmetik und Schmiermittel für die Industrie, sowie Biosprit, Kautschuk für die Plastikindustrie, Teakholz für Gartenmöbel.)

Alleine in Lateinamerika wurden 83 Prozent aller untersuchten Tiere ausgelöscht, in den weltweiten Tropen 56 Prozent. 

Aber ohne Tiere keine Pflanzen.
Ohne Pflanzen keine Tiere.
Und ohne Pflanzen und Tiere keine Menschen.

Um auf die Tiere des Regenwaldes aufmerksam zu machen kreierten wir den Katzentanz.

Das Fazit aus all diesen Erkenntnissen ist, dass die Menschheit deutlich über ihre Verhältnisse lebt!

Die Natur und die Tiere haben erst dann eine Chance sich zu regenerieren, wenn der Mensch versucht in Harmonie mit der Welt zu leben. Das wollten wir einleiten mit unserem Tanz "Erwachen und Wachsen".

 

Global Water Dances 2015

Texte und weitere Infos zu Global Water Dances unter:
www.wir-ag-lizius.de Global Water Dances wurde gefördert von: Mohr – Villa e. V. , Eurolab und der Landeshauptstadt München

Links:

Global Water Dances Munich 2015