Ukrainekrieg: Tatsachen


Der Streit um die Lieferung schwerer deutscher Waffen wäre lächerlich, wenn die Gesamtlage nicht so katastrophal verfahren und ernst wäre.


Glaubt denn irgendjemand, dass es angesichts von 20 Milliarden US-Militärhilfe irgendeine Rolle spielt, ob 50 „Gepard-Panzer“ oder 100 veraltete „Marder“ geliefert werden, von denen die meisten wahrscheinlich bereits auf dem Weg zum Schlachtfeld ausfallen werden? Längst ist doch völlig klar, wer auf westlicher Seite alleine das Sagen hat.

Der plötzliche Schwenk der SPD von Sorgen vor einem Atomkrieg zur Lieferung von Panzern hat einen einzigen Hintergrund: Die USA haben Scholz entsprechend Druck gemacht.

Und wenn unsere amerikanischen Freunde es wollen, wird Scholz nicht nur „Marder“ und „Leopard“ liefern, sondern auch noch die „Tiger“ aus dem Museum holen. Das steckt hinter der Floskel „wir machen alles gemeinsam mit unseren Verbündeten“.


Die Frage ist, wo führt das hin? Geht es noch darum, der Ukraine möglichst viel von ihrem Staatsgebiet zu erhalten, oder ist das Ziel eine möglichst starke Schwächung Russlands, oder sogar Europas? Aber darüber wird nicht so gerne gesprochen, wir sind ja enger Verbündeter der USA.


Das Beunruhigende ist: Wir haben nichts in der eigenen Hand.

Wir sind Spielball zwischen den USA und Russland. Wenn die beiden weiter eskalieren wollen, und danach sieht es im Augenblick leider aus, wird eskaliert, ob mit oder ohne deutsche Panzer. Vielleicht führen sich deshalb viele unserer Politiker*innen und Medienvertreter so hysterisch auf, weil sie im Grunde wissen, dass wir jegliche Kontrolle über die Ereignisse verloren haben. Wir können nur hoffen, dass die USA und Russland vernünftig genug sind, diesen Krieg nicht restlos aus dem Ruder laufen zu lassen.

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